Ansgar Heveling MdB

Ein Praktikumsbericht von David Faßbender

Die Aufgaben eines Abgeordneten – sechs Wochen im Bundestag

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09. April 2013 | Praktikumsberichte

Im Rahmen eines juristischen Verwaltungspraktikums bot sich mir die Gelegenheit, sechs Wochen hinter die Kulissen des Bundestages zu blicken und Ansgar Heveling bei seiner täglichen Arbeit als Abgeordnetem der CDU/CSU-Fraktion über die Schulter zu schauen. So ergab sich ein spannender und interessanter Einblick in Bereiche unseres Staates, der den meisten Bürgerinnen und Bürgern verwehrt bleibt. Ich hatte die Möglichkeit, an Arbeits- und Ausschusssitzungen teilzunehmen, Besprechungen mit Interessenvertretern und Journalisten zu beobachten und Plenarsitzungen zu besuchen.

Gleich meine erste Praktikumswoche war eine sogenannte Sitzungswoche, das heißt die Zeit des laufenden parlamentarischen Betriebs. In diesen für gewöhnlich 22 Wochen im Jahr halten sich die Abgeordneten in Berlin auf, nehmen an Ihren Arbeitsgruppen- und Ausschusssitzungen teil und stimmen im Plenum über Gesetzesanträge ab. Da Herr Heveling unter anderem Mitglied des Rechtsausschusses und der Arbeitsgruppe Recht ist, in welcher die Abgeordneten, die für die CDU/CSU im Rechtsausschuss sitzen die Themen des Ausschusses vorbereiten, boten sich interessante Bezüge zu meinem Studium. In der Zeit meines Praktikums waren es vor allem das neue Leistungsschutzrecht für Presseverleger, für das Herr Heveling zudem Berichterstatter für die Fraktion und somit in verantwortungsvoller Position tätig war sowie Fragen bezüglich der Liberalisierung der Homo-Ehe und des Adoptionsrechts für eingetragene Lebenspartnerschaften, über die intensiv und zum Teil hitzig diskutiert wurde.

Während der Nicht-Sitzungswochen, also den Wochen des Jahres, in welchen der übliche parlamentarische Betrieb ruht und in denen die meisten, insbesondere die direkt gewählten Abgeordneten in ihren jeweiligen Wahlkreisen und nicht in Berlin arbeiten, boten sich mir auch praktische Aufgaben. So wurde ich mit verschiedenen Recherchetätigkeiten und mit dem Entwurf diverser Antwortschreiben auf Bürgerpetitionen an das Abgeordnetenbüro betraut. Dabei standen primär rechtliche Fragestellungen im Mittelpunkt. Diese tiefergehende Betreuung des besonderen Verhältnisses eines Abgeordneten zu den ihn wählenden Bürgerinnen und Bürgern erwies sich als sehr interessanter Aufgabenbereich.

Parallel zu diesen Tätigkeiten im Büro konnte ich am Praktikantenprogramm der CDU/CSU teilnehmen, das die Fraktion regelmäßig in den Semesterferien veranstaltet und das alle Praktikanten der Unionsfraktion bei vorheriger Anmeldung zu Besichtigungen, Führungen und Diskussionsrunden einlädt. So habe ich etwa das Stasimuseum in der Normannenstraße, das Stasigefängnis Hohenschönhausen und das Berliner Abgeordnetenhaus, aber auch das ZDF-Hauptstadtstudio besuchen dürfen. Auf diese Weise konnte ich meinen Arbeitsalltag mit äußerst interessanten Einblicken in die Kultur und Geschichte Berlins verbinden.

Alles in allem gestalteten sich meine sechs Wochen im Bundestag als sehr runde Sache. Lediglich das Wetter ließ mit dauernden Regenfällen und Schneestürmen etwas zu wünschen übrig.

Ich danke Herrn Heveling dafür, dass er mir dieses Praktikum ermöglicht und all die spannenden Einblicke in seine tägliche Arbeit verschafft hat. Besonderer Dank gilt zudem seinen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen, die mich stets hervorragend und freundlich betreut haben.

David Faßbender, Berlin im Frühjahr 2013.


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