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Sophie Huett: "Spannende, lehrreiche und tolle Zeit in Berlin!"

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22. September 2012 | Praktikumsberichte

Sophie Hütt im Berliner Büro des Abgeordneten Ansgar Heveling
Sophie Hütt im Berliner Büro des Abgeordneten Ansgar Heveling

Vom 03. bis 21. September 2012 leistete ich einen Teil meines juristischen Verwaltungspraktikums im Abgeordnetenbüro des Krefelder Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling. Das juristische Verwaltungspraktikum ist Teil der sogenannten praktischen Studienzeit eines rechts-wissenschaftlichen Studiums und kann bis zur Anmeldung zum Staatsexamen in einer Behörde, Körperschaft des öffentlichen Rechts, oder einem Abgeordnetenbüro absolviert werden, sofern der Abgeordnete die Befähigung zum Richteramt (Volljurist) besitzt.

Am ersten Tag wurde ich gleich von der persönlichen Referentin von Herrn Heveling empfangen, die mich freundlich in alles Wichtige einweihte und zu meiner ständigen Ratgeberin während des Praktikums wurde. Dabei lernte ich als allererstes, dass in Berlin ohne einen sog. „Hausausweis“ gar nichts funktioniert, denn dieser berechtigt die Träger sich Zugang zu allen Räumlichkeiten des Bundestages zu verschaffen. Nach Erhalt dieses Ausweises konnte ich mich nicht nur im Reichstagsgebäude selbst, sondern auch in den anderen Bürogebäuden des Bundetages, dem Jakob-Kaiser Haus, dem Paul-Löbe Haus, und natürlich an meinem eigenen Arbeitsplatz, Unter den Linden, frei bewegen.

Herr Heveling hat sich innerhalb seiner Ausschussarbeit in den Ausschüssen Recht, sowie Kultur und Medien auf das Strafrecht und die immer bedeutender werdende Netz- und Medienpolitik spezialisiert. Während meiner Arbeit in Berlin konnte ich miterleben, wie er diese Themen mit seinen Mitarbeitern vorbereitete um sie dann im Anschluss in Ausschusssitzungen und im Plenarsaal vorzutragen und auch zu verteidigen.

Über eine Reservierungshotline ist es uns Praktikanten auch möglich, Karten für die Zuschauertribüne des Plenarsaals zu bekommen. Dadurch hatte ich die beeindruckende Möglichkeit während der Haushaltswoche für eine Stunde dort den Politikern zuzuhören und einen neuen Eindruck der Politik in Berlin gewinnen zu können. Aber auch im Rahmen der Besuchergruppen, die Herr Heveling regelmäßig persönlich empfängt und herumführt, konnte ich eine Menge über den Deutschen Bundestag und seine Arbeitsstrukturen lernen, da ich ihn bei diesen Terminen immer begleiten und natürlich auch assistieren durfte, wenn bspw. die Neugier von Schülergruppen groß war, wie denn so die Arbeit einer Praktikantin im Bundestag aussieht.

Auch ansonsten durfte ich Herrn Heveling und sein Team begleiten, sei es zu Sitzungen des Unterausschusses für Europarecht, sei es zu Expertendiskussionen zum Thema „im Krieg verbrachte Kulturgüter nach Russland“ oder zum „Tag des offenen Verlages zum Thema Urheberrecht“. So konnte ich eindrucksvoll miterleben, wie abwechslungsreich und  thematisch umfassend die Arbeit eines Abgeordneten ist. Dabei konnte ich durch die Vorbereitung von Terminen, das Sammeln von Informationen und der Recherche für die Beantwortung von Bürgerbriefen, beispielsweise zu dem immer sich entwickelnden Thema der Finanzhilfen im Rahmen des ESM, unterstützend tätig werden. Auch im Team herrschte immer eine freundliche und hilfsbereite Stimmung, die es mir sehr leicht gemacht hat, mich von Anfang an wohl zu fühlen. In Rücksprache mit anderen Praktikanten erfuhr ich, dass das nicht in allen Büros selbstverständlich ist.

Auf der anderen Seite wurde mein Praktikum auch von der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag begleitet, die ein eigenes Praktikantenprogramm jeweils in den Semesterferien gestalten. Das bedeutete, dass ich neben meiner täglichen Arbeit die Gelegenheit hatte, interessante Programmangebote der Fraktionsverwaltung wahrzunehmen. Dazu zählten Führungen durch oberste Bundesbehörden und Institutionen genauso wie gemeinsame Museumsbesuche und spannende Diskussionsrunden mit deutschen Spitzenpolitikern. Unter anderem besuchten wir die Führung „Wege-Irrwege-Umwege“ am Deutschen Dom, das Reichstagsgebäude und das Abgeordnetenhaus. Spannende Diskussionen entstanden im Gespräch mit Herrn Thomas de Maizière über die Umstrukturierung der Bundeswehr und mögliche Zukunftsperspektiven, die sich aus der Freiwilligen-Basis des Militärdienstes entwickeln können, mit Frau Gerda Hasselfeldt über das moderne Familienbild der CSU und die Arbeit Ihrer Landesgruppe, sowie mit Vertretern des Auswärtigen Amtes über unsere Außenpolitik, speziell in Krisengebieten, aber auch mit Herrn Volker Kauder über aktuelle Themen wie den ESM und das dazu ergangene Urteil des BVerfG. Aber auch der Besuch des Zdf Hauptstadtstudios und die Teilnahme am Morgenmagazin, sowie eine Führung durch die Arbeitsbereiche der bis zu 80 Mitarbeiter, die an einer Sendung arbeiten, war eine beeindruckende Erfahrung.

Zusammenfassend kann ich festhalten, dass diese Wochen in Berlin eine spannende, lehrreiche und tolle Zeit waren. Ich bin Herrn Heveling und seinem Team ausgesprochen dankbar, dass Sie mich so intensiv in die Abläufe im Büro eines Bundestagsabgeordneten eingebunden haben und ich die Möglichkeit hatte, so viele verschiedene und prägende Erfahrungen machen zu dürfen.

Sophie-Christine Huett


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