Ansgar Heveling MdB

Verwaltungspraktikum von Dagmar Silvana Furmanek, Rechtsreferendarin am LG Düsseldorf

Ein schöner Winter in Berlin

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29. Januar 2012 | Praktikumsberichte

Als ich mein erstes juristisches Staatsexamen „gemeistert“ hatte, überlegte ich, wie ich die Zeit bis zum Beginn des Referendariats sinnvoll nutzen könnte und kam auf den Gedanken, mein im Studium erworbenes Wissen und meine Inklination für das Staatsrecht in der Praxis anzuwenden. Da Herr Heveling auch Volljurist ist, war ich sehr glücklich, als er sich für mich entschied. So absolvierte ich ein freiwilliges Praktikum beim Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling in dem Zeitraum vom 01. 11.11 bis 27.01.12.

An meinem ersten Tag im Berliner Abgeordnetenbüro wurde ich von dem Team von Herrn Heveling sehr  freundlich empfangen. Weil ich mein Praktikum in einer Wahlkreiswoche begann, hatte ich ein wenig Zeit, mich in die Arbeitsabläufe einzufinden, um für die Sitzungswochen vorbereitet zu sein.  Bei meinen ersten Gehversuchen in der riesigen Apparatur des Deutschen Bundestages unterstützte mich das Team von Herrn Heveling hervorragend. Es erfreute mich sehr, an so historischen Orten wie dem Reichstagsgebäude  und in den anderen Bauten mit staatstragender Funktion verweilen und arbeiten zu dürfen und meinen kleinen Beitrag zu leisten.  Jedoch muss ich gestehen, dass gerade die imposanten und architektonisch attraktiven Bauten bei mir anfänglich für Orientierungsschwierigkeiten sorgten.

Meine Tätigkeiten waren nicht eintönig, sondern so abwechslungsreich wie das politische Geschäft selbst. Im Rahmen meiner Aufgaben recherchierte ich auf unterschiedlichen Gebieten und durfte Schriftsätze mitgestalten. Das juristische Arbeiten erfordert zwar auch in dieser Tätigkeit analytisches und präzises Denken, jedoch muss man sich von der zielorientierten Falllösung abnabeln und einen gewissen Weitblick und eine Vogelperspektive entwickeln. Man muss immer mit Korrekturen und Änderungen rechnen, weil man sich meistens mitten im Prozess der politischen Willensbildung befindet. Ich bin sehr glücklich, dass ich diesen Blickwinkelwechsel üben konnte und dass ich an solchen Vorgängen partizipieren durfte. Dass trug nicht nur zu meiner noch bescheidenen juristischen Erfahrung bei sondern ist zu einem Teil meiner Allgemeinbildung geworden. Auch wenn man das alles irgendwie schon wusste, nach dieser Erfahrung liest man viele Nachrichten in der Zeitung doch mit einem besseren Verständnis. Besonders spannend waren die Teilnahmen an den  Ausschusssitzungen, den Arbeitsgruppen und den Koordinierungsrunden, wohin ich Herrn Heveling begleiten durfte.

Mit besonderer Aufmerksamkeit und großem Interesse verfolgte ich die Sitzungen des Rechtsausschusses und der Arbeitsgruppe Recht in welchen Herr Heveling Mitglied ist. Für mich war an dieser Stelle der Abgleich zwischen Theorie und Praxis sehr interessant. Die kontroversen Diskussionen in diesem Rahmen waren von einem hohen intellektuellen Reiz und sorgten zeitweise auch für gute Unterhaltung. Auch die Debatten des Ausschusses für Kultur und Medien und die der Enquetekommission "Internet und digitale Gesellschaft" verfolgte ich mit großer Spannung. Einer der Höhepunkte des Praktikums war die Weihnachtsfeier des Abgeordnetenbüros, zu der das gesamte Team von Herrn Heveling eingeladen war und die mit einem wunderschönen Abend bei einem festlichen Abendessen in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft ausklang.

An manchen Nachmittagen und an den Wochenenden blieb mir auch genug Zeit, das hervorragende Kulturangebot Berlins zu nutzen. Diese Metropole macht Eindruck, auch wenn man nie alles schafft, was man sich vorgenommen hat. Ich leide bis heute an der langen Liste der noch nicht abgehackten Museen. Und eine Wohnung in Berlin findet man viel schneller und günstiger als in Düsseldorf. Summa Summarum bin ich sehr zufrieden, dass ich mich für dieses freiwillige Praktikum entschieden habe. Mir wurden viele Einblicke in die Arbeitsweise eines Abgeordneten, in die Strukturen des Deutschen Bundestages und den politischen Alltag in der deutschen Hauptstadt gewährt.


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